Informationsveranstaltung für Bürger

Der Köln Bonn Airport veranstaltet im Februar 2016 drei Informationsabende zu geplanten Flughafenerweiterungen. Hier soll Bürgern aus der Region um den Flughafen erstmals die Möglichkeit gegeben werden, im Rahmen eines direkten Dialogs mit der Flughafengesellschaft zu erörtern, welche Baumaßnahmen geplant sind. Mit dieser neuen Informationspolitik bei der Bürgerbeteiligung möchte man die bisher gängige Praxis aus früheren Jahren, wonach sämtliche baulichen Erweiterungen weitestgehend ohne Planfeststellungsverfahren durchgeführt wurden, korrigieren und zeitgemäß anpassen.

Im Dezember 2014 gab das Bundesverwaltungsgericht den Klagen von zwei Anwohnern Recht und untersagte dem Flughafen die Nutzung des Vorfeld-Teilstücks für den Flugbetrieb bis zum Abschluss eines luftrechtlichen Zulassungsverfahrens. Die sechs Parkpositionen waren 2007 fertiggestellt worden. In einer Pressemitteilung vom Mai 2015 kündigte der Flughafen an, den Antrag auf Durchführung des Planfeststellungsverfahrens für das Vorfeld A beim NRW-Verkehrsministerium Mitte 2016 einreichen zu wollen.

Neben der Inbetriebnahme der Erweiterung des Vorfelds A geht es im weiteren Verlauf auch um die folgenden Punkte:

  • Abriss einer Gepäckhalle am Terminal 1 und Umnutzung als Vorfeld
  • Verbindung der Vorfelder E und F durch Umnutzung einer Fläche für Luftsicherheitsaufgaben
  • Verbindungsbau zwischen Terminal 1 und Terminal 2
  • Nutzungskonkretisierung im Bereich des Frachtriegels durch einen Plan baulicher Anlagen
  • Erweiterung des CBCC-Cargo Centers um ein zusätzliches Frachtgebäude
  • Ersatzneubau Parkhaus P1
  • Flughafenhotel mit Konferenzeinrichtungen


Für interessierte Bürger aus der Region wurden folgende Veranstaltungstermine eingerichtet:

Dienstag, 16.02.2016 in Bergisch Gladbach,Bürgerhaus Bergischer Löwe, Konrad-Adenauer-Platz, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Mittwoch, 17.02.2016 in Köln-Porz, Bürgerzentrum Engelshof e.V., Oberstraße 96, Einlass 17 Uhr, Beginn 18 Uhr
Donnerstag, 18.02.2016 in Lohmar, Bürgerzentrum Birk, Pator-Biesing-Straße 1, Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Der Köln Bonn Airport wächst weiter in Rekordtempo: Im Januar zählte der Flughafen 689.666 Passagiere. Das waren 160.000 mehr als im Vorjahresmonat – ein sattes Plus von 30 Prozent. „Das sind Wachstumszahlen, die wir zuletzt vor über 10 Jahren zu Beginn des Low-Cost-Booms gesehen haben. Und auch in den kommenden Monaten rechnen wir mit einem steilen Aufwärtstrend, der uns viele zusätzliche Passagiere und deutlich zweistellige Wachstumsraten bescheren wird“, sagt Flughafenchef Michael Garvens.

Der Zuwachs von 30 Prozent im Januar ist der zweitbeste Wert in der jüngeren Geschichte des Airports. Lediglich im Oktober 2003, als die damals neuen Low-Cost-Carrier Germanwings und Hapag-Lloyd Express in Köln/Bonn für einen rasanten Aufschwung sorgten, lag das monatliche Wachstum bei 41 Prozent oder 220.000 Passagieren.

Hauptgründe für die aktuell positive Entwicklung sind vor allem der Start der neuen Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings, die seit November vorigen Jahres 10 Low-Cost-Langstrecken ab Köln/Bonn anbietet, und das Wachstum der irischen Ryanair.

Der Flughafen Köln/Bonn gehört aktuell zu den am schnellsten wachsenden Airports in Deutschland. Bereits im abgelaufenen 4. Quartal 2015 lag Köln/Bonn mit einem Plus von 17 Prozent an der Spitze der großen Verkehrsflughäfen.

Köln/Bonn zurück auf Wachstumskurs

Köln/Bonn zurück auf Wachstumskurs - Passagierverkehr legt zu - Rekorde bei Fracht und Non-Aviation

Der Köln Bonn Airport befindet sich auf Wachstumskurs: 2014 wird der Flughafen im Passagierverkehr und beim Frachtumschlag deutlich zulegen und einen Überschuss von 1 Million Euro erwirtschaften. Die Zahl der Fluggäste steigt um 4 Prozent auf 9,4 Millionen. Die umgeschlagene Frachtmenge wird 3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegen – und zum Jahresende das Allzeithoch von 760.000 Tonnen erreichen.

„Wir verzeichnen seit über einem Jahr einen stabilen Aufwärtstrend, der uns am Jahresende in beiden Verkehrssegmenten deutliche Zuwächse und ein erneut positives Betriebsergebnis von einer Million Euro bescheren wird“, sagt Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Besonders erfreulich sei, dass Köln/Bonn sich im laufenden Jahr besser als der deutsche Markt entwickelt habe. Dies sei gleich auf mehrere positive Faktoren zurückzuführen. „Große Kunden wie der Lufthansa-Konzern und Air Berlin haben ihre Kapazitäten aufgestockt, die Touristik hat uns eine starke Sommersaison beschert und auch die Low-Cost-Carrier wachsen wieder“, erklärt Garvens. Zudem wird bei der Luftfracht in diesem Jahr ein neues historisches Rekordergebnis erzielt. „Der Markt hat sich vom schwächeren Jahr 2013 erholt.“   

Passagierverkehr

Seit September 2013 weist die monatliche Passagierstatistik für den Flughafen Köln/Bonn durchgängig Zuwachsraten aus. In den Sommermonaten Juni bis September 2014 betrug das Wachstum jeweils 5 Prozent. So war beispielsweise der September mit exakt 1.033.371 Passagieren der beste Monat seit 4 Jahren, das heißt seit September 2010. Auch im August wurde die Marke von 1 Million Fluggästen übertroffen.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der Kapazitätsaufbau beim Lufthansa-Konzern und bei Air Berlin: Nach zuletzt drei Jahren, in denen das Sitzplatzangebot aufgrund des Sparkurses bei beiden Airlines zurückgegangen ist, sind die Kapazitäten wieder ausgebaut worden. „Der Lufthansa-Konzern und Air Berlin sind zwei unserer größten Wachstumstreiber“, so Garvens mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr. Auch das Touristik-Geschäft hat in dieser Saison wieder angezogen und dem Flughafen zusätzlichen Aufwind beschert.

Im Ranking der wachstumsstärksten deutschen Airports rangiert Köln/Bonn mit einem Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr Ende des dritten Quartals auf Rang vier. Und es hätte sogar noch etwas mehr sein können: Durch Streiks gingen in diesem Jahr schon rund 56.000 Passagiere verloren.

Auch im Schlussquartal dieses Jahres werden am Köln Bonn Airport mehr Passagiere erwartet als im Vorjahr. Highlight im aktuellen Winterflugplan ist die neue Langstreckenverbindung nach Varadero/Kuba: Seit dem 4. November fliegt Condor einmal pro Woche von Köln in die Karibik. Dazu hat Ryanair zum Winterflugplan eine Basis eröffnet und steuert mit London, Dublin, Rom, Riga und Madrid 5 neue Ziele an. Und auch Germanwings baut ihr Angebot in der Winterflugplan-Periode um Strecken nach Dublin, Faro, Hurghada, Larnaca und Stockholm aus. Dazu kommen zusätzliche Flüge im Osteuropa- und Touristikverkehr. „Auch in den traditionell schwächeren Wintermonaten sind wir besser unterwegs als im Vorjahr“, sagt Garvens.

Frachtverkehr

Seit Jahresbeginn wird in Deutschland wieder mehr Luftfracht umgeschlagen. Der Köln Bonn Airport profitiert davon in besonderer Weise und wächst seit Januar mit einem Plus von rund 3 Prozent etwas besser als der Markt. „Verantwortlich für die guten Zahlen sind in erster Linie unsere Expressfrachtkunden UPS und FedEx“, sagt Michael Garvens. Am Jahresende wird die Luftfracht in Köln/Bonn einen neuen historischen Höchststand erreichen: Rund 760.000 Tonnen Waren und Güter sind dann umgeschlagen worden – so viel wie noch nie in der Geschichte des Flughafens. „Das  unterstreicht die Bedeutung Köln/Bonns als einem der wichtigsten Expressfracht-Airports in Europa“, so Garvens.

Wirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der guten Verkehrsentwicklung wird der Flughafen auch in diesem Jahr ein positives Jahresergebnis erzielen. Der Gewinn fällt dabei mit 1,0 Millionen Euro ebenso hoch aus wie im Vorjahr. „Damit gehört Köln/Bonn erneut zu den wenigen Flughäfen in Deutschland, die Gewinn machen“, verweist Garvens auf die großen finanziellen Schwierigkeiten vieler deutscher Flughäfen, insbesondere der kleineren Regional-Airports. Zum Jahresende werden voraussichtlich wie schon im Vorjahr nur 6 von 22 Verkehrsflughäfen in Deutschland schwarze Zahlen schreiben.

In Köln/Bonn werden die Umsatzerlöse bis zum Jahresende um 1,3 Millionen Euro auf insgesamt 272,4 Millionen Euro klettern, was einem leichten Plus von 0,5 Prozent entspricht. Das EBITDA steigt um 1,7 Millionen Euro auf 54,5 Millionen Euro (+3,2%). Außerordentlich  erfreulich stellt sich die Entwicklung im Non-Aviation-Geschäft dar: Die Erlöse klettern in diesem Geschäftsfeld gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 90,7 Millionen Euro – so viel wie noch nie in der Flughafen-Geschichte. „Unsere Investitionen in den Non-Aviation-Bereich, insbesondere in den Ausbau der Terminals zu modernen Shopping-Malls, zahlen sich aus“, so Garvens.

Riesiges Sanierungsprogramm

Der Köln Bonn Airport stellt darüber hinaus die Weichen für eine prosperierende Zukunft: Bis zum Jahr 2022 werden in etwa 75 Millionen Euro für die Sanierung der bestehenden Infrastruktur aufgewendet. Kern des größten Sanierungsprogramms in der Flughafengeschichte ist die Erneuerung der Großen Start- und Landebahn sowie der Querwindbahn. „Das Start- und Landebahnsystem ist das Herzstück des Flughafens. Die Sanierungen der Runways sind strategisch wichtige Bauvorhaben, die die Zukunft des Flughafens langfristig sichern“, erläutert der Flughafenchef.

In einem ersten Schritt wird im kommenden Jahr mit der rund 6,25 Millionen Euro teuren Ertüchtigung der Querwindbahn begonnen. 2016 und 2017 wird im zweiten Schritt die Betondecke der Großen Start- und Landebahn erneuert. Der Kostenrahmen für diese Baumaßnahme beläuft sich auf etwa 24,5 Millionen Euro. „Beide Sanierungen werden wir bei laufendem Betrieb durchführen“, so Garvens.

Ebenfalls saniert wird in den kommenden Jahren das Entwässerungssystem des Flughafens (rund 10 Millionen Euro) und der sogenannte Taxiway Bravo (30 Millionen Euro). Zum 75-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm gehört außerdem die Entfernung von sogenanntem „Betonkrebs“ auf Vorfeldflächen.

 

Deutliches Plus im ersten Halbjahr - Wachstum im Passagier- und Frachtverkehr

Der Köln Bonn Airport verzeichnet im ersten Halbjahr 2014 ein deutliches Verkehrswachstum. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Passagierverkehr um 4 Prozent zu, der Frachtverkehr um 3 Prozent. „Der Aufwärtstrend, den wir seit dem Winter spüren, hat sich erfreulicherweise stabilisiert“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. „Wir wachsen in beiden Verkehrssegmenten über Marktniveau.“ Auf den 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland legte die Passagierzahl um 2,1 Prozent zu, das Frachtaufkommen um 2,2 Prozent.

Genau 4.173.577 Fluggäste (Vorjahr 4.021.549) starteten oder landeten in den Monaten Januar bis Juni am Köln Bonn Airport. Ohne den dreitägigen Pilotenstreik bei der Lufthansa, der mit der Einbuße von 40.000 Flugreisenden verbunden war, wäre der Zuwachs noch deutlicher ausgefallen. Das Plus verdankt sich wesentlich dem Lufthansa-Konzern mit seiner Tochter Germanwings sowie dem Low-Cost-Carrier Norwegian. Aber auch Air Berlin hat seine Kapazitäten im Sommerflugplan nach zum Teil erheblichen Reduzierungen in den Vorjahren wieder ausgebaut.

371.586 Tonnen Fracht (Vorjahr 361.291) wurden in den ersten 6 Monaten verladen. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist vor allem den Expressfrachtunternehmen zu verdanken.

Nach Aussage des Flughafenverbandes ADV erwirtschaften von den 22 Verkehrsflughäfen in Deutschland derzeit nur sechs einen Nettogewinn. Die finanzielle Situation der Airports bleibt damit so ernst wie in den beiden Jahren zuvor. Nur Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Köln/Bonn seit 2012 die einzigen Airports mit schwarzen Zahlen.

Trotz leicht rückläufiger Verkehrszahlen hat der Köln Bonn Airport im Geschäftsjahr 2013 einen Überschuss von einer Million Euro erwirtschaftet. Aufgrund des für die deutschen Airports herausfordernden Marktumfeldes lagen der Passagierverkehr und das Luftfrachtaufkommen zum Jahresende jeweils um 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Verkehrsstatistik verzeichnete 9,1 Millionen Fluggäste und 740.000 Tonnen Fracht.

Passagierverkehr

Durch Insolvenzen von Fluggesellschaften – speziell im Touristikverkehr – und durch die Angebotsreduzierungen beim Lufthansa-Konzern und bei Air Berlin hat der Köln Bonn Airport im abgelaufenen Geschäftsjahr über eine halbe Million Passagiere verloren. In der Touristik wurde der Kapazitätsrückgang größtenteils durch andere Carrier kompensiert, die zusätzliche Strecken aufgenommen haben. Zudem brachte das stärkere Engagement von Ryanair im abgelaufenen Jahr rund 150.000 zusätzliche Fluggäste. Unter dem Strich reduzierte sich die Zahl der Passagiere 2013 gegenüber dem Vorjahr um rund 200.000. Nach wie vor steht der Inlandsverkehr besonders unter Druck. Auf den drei wichtigsten Strecken nach Berlin, München und Hamburg flogen 2013 über 230.000 Reisende weniger als im Jahr davor. Seit Einführung der Luftverkehrsteuer im Jahr 2011 hat der Flughafen Köln/Bonn auf diesen drei Routen fast eine halbe Million Passagiere verloren. „Ich kann nur an die Politik appellieren, die Luftverkehrsteuer endlich abzuschaffen. Sie belastet die gesamte deutsche Luftfahrtbranche enorm, verzerrt den Wettbewerb und treibt Passagiere auf grenznahe Flughäfen im Ausland“, so Garvens mit Blick auf die Entwicklung europäischer Wettbewerber, die von der deutschen Sonderlast profitieren und seither überdurchschnittlich stark wachsen.

Luftfracht

Die in Köln/Bonn umgeschlagene Luftfracht lag 2013 bei rund 740.000 Tonnen. Das waren 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund für die schwächere Nachfrage war die schleppende Konjunktur in Europa, die sich auch bei Express-Dienstleistern bemerkbar machte. Diese Entwicklung spürten auch andere große europäische  Expressfracht-Flughäfen wie Paris und Lüttich.

Wirtschaftsergebnis

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Flughafen Köln/Bonn GmbH einen Gewinn von 1 Million Euro. Die Umsatzerlöse stiegen um
2,3 Prozent auf 271,1 Millionen Euro. Den Großteil des Umsatzes, 59 Prozent, erzielte die Gesellschaft mit  Flughafengebühren und Bodenverkehrsdiensten. 31 Prozent entfallen auf das sogenannte Non-Aviation-Geschäft mit Mieten, Pachten und Versorgungsleistungen, 10 Prozent machen sonstige Erträge aus. Insbesondere die Erlöse im Non-Aviation-Geschäft haben sich mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gut entwickelt und mit 87,7 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht.
Auf der Aufwandsseite gab es Steigerungen beim Personalaufwand (+7,6%) auf 114,8 Millionen Euro. Grund sind im Wesentlichen zwei tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen zum 1. Januar und zum 1. August 2013. Außerdem wurde ein Vorruhestands- und Abfindungsprogramm vom Aufsichtsrat verabschiedet und entsprechend umgesetzt.

Der Materialaufwand ist mit einem Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zu 2012 auf 90,9 Millionen Euro ebenfalls gestiegen. Darin enthalten sind überwiegend Kosten für Instandhaltungs-maßnahmen, aber auch Mehrausgaben für Streu- und Enteisungsmittel aufgrund des strengen Winters zu Anfang des Jahres. Trotz der gestiegenen Kosten konnte die Verschuldung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2013 um insgesamt rund 12 Millionen Euro auf 351,1 Millionen Euro zurückgeführt werden. In den vergangenen 4 Jahren hat der Flughafen damit insgesamt fast 60 Millionen Euro Verbindlichkeiten abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten bei der Flughafen-GmbH lag zum Stichtag 31.12.2013 bei 1.829. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 34,9 Prozent (Vorjahr: 34,6%) 
   
Verkehrsentwicklung

Positiv stellt sich der Geschäftsverlauf im Jahr 2014 dar. „Seit dem vergangenen Winterflugplan verzeichnen wir einen klaren Aufwärtstrend. Den Schwung konnte das Unternehmen ins neue Jahr mitnehmen“, sagte Garvens. Köln/Bonn wachse in beiden Geschäftssegmenten über dem Marktdurchschnitt.
So verzeichnete der Flughafen sowohl im Passagier- als auch im Frachtgeschäft von Januar bis Mai ein deutliches Wachstum von bis zu 6 Prozent pro Monat. Lediglich im März fiel es mit einem Plus von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat relativ gering aus. Ursache war der Streik der Lufthansa-Piloten, wodurch in Köln/Bonn rund 40.000 Passagiere weniger als erwartet abgefertigt wurden. Wachstumstreiber im Passagierverkehr sind der Lufthansa-Konzern mit seiner Tochter Germanwings sowie die Low-Cost-Carrier (Norwegian, Ryanair), die mehr Sitzplätze anbieten. Aber auch Air Berlin hat seine Kapazitäten im Sommerflugplan nach zum Teil erheblichen Reduzierungen in den Vorjahren wieder ausgebaut.

Hinsichtlich der Zahl der nächtlichen Flugbewegungen trägt das Lärmschutzkonzept des Flughafens Früchte. Die Zahl der nächtlichen Flugbewegungen der MD11 hat sich in den ersten 4 Monaten des Jahres mit 398 im Vergleich zu 2012 nahezu halbiert. Dies ist ein klares Indiz für die Wirksamkeit der reformierten Entgeltordnung, die den Einsatz lauterer Flugzeuge in der Nacht deutlich verteuert. Auch das Rabatt-System, wonach Airlines, die statt der verhältnismäßig lauten MD11 eine Boeing 777 einsetzen, erweist sich als guter Anreiz für Frachtairlines wie FedEx, modernere und leisere Maschinen einzusetzen. Inzwischen finden 59 Prozent der Flugbewegungen großer Frachtflugzeuge (B747, MD11, B777) am Tage statt.

Geschäftsjahr 2014

Der Köln Bonn Airport rechnet für 2014 wieder mit steigenden Passagier- und Frachtzahlen. Das Passagieraufkommen steigt um 2 Prozent auf 9,3 Millionen. Auch die Luftfracht legt um 3 Prozent zu auf 760.000 Tonnen. Der Jahresüberschuss wird bei leicht  steigenden Umsatzerlösen wie im Vorjahr bei 1 Million Euro liegen. „Wenn in der zweiten Jahreshälfte nichts Unvorhergesehenes passiert, wird 2014 ein gutes Jahr werden“, sagte Flughafenchef Michael Garvens. Neben Lufthansa und Air Berlin, die in Köln/Bonn wieder mehr Flüge anbieten, wird die Eröffnung einer Ryanair-Basis zum Winterflugplan einen zusätzlichen Wachstumsimpuls geben. „Besonders freuen wir uns auf den Start der Condor-Langstreckenverbindung nach Kuba im November“, so Garvens.

Der Flughafen Köln/Bonn wird 2014 weitere gezielte Investitionen vornehmen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und einen sicheren, reibungslosen Betrieb sicherstellen zu können. Eine der bedeutendsten Maßnahmen ist der Erwerb des Blockheizkraftwerkes für 5,3 Millionen Euro zur langfristigen ökonomischen wie auch ökologischen Sicherstellung der Energieversorgung des Flughafens. Darüber hinaus werden 2014 neue Fahrzeuge und Geräte angeschafft (5,9 Mio. Euro) sowie zwei Fluggastbrücken am Terminal 2 erneuert (1,3 Mio. Euro). In die IT-Systeme des Flughafens werden 6,7 Millionen Euro investiert. Insgesamt belaufen sich die geplanten Investitionen im laufenden Geschäftsjahr auf etwa 47 Millionen Euro.
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