Sanierung der Querwindbahn bis Anfang 2018

Sanierung der Querwindbahn wird fortgesetzt


Flugbetrieb von Mitte Oktober bis März 2018 nur über die große Start- und Landebahn


Die Sanierung der Querwindbahn am Köln Bonn Airport geht in die zweite Phase. In den kommenden 18 Monaten werden jene Abschnitte erneuert, die beim ersten Teil der Sanierung 2015 zunächst zurückgestellt wurden. Auf einer Länge von rund 1.500 Metern werden noch einmal 68.000 Quadratmeter Betonoberfläche abgebrochen und durch Asphalt ersetzt. Die komplette Befeuerung wird auf LED umgestellt.
Ab 19. Oktober wird die Bahn für den Flugbetrieb geschlossen und die Baustelle eingerichtet. Am 7. November starten dann die Tiefbauarbeiten. Während der Bauzeit bleibt auch die kleine Parallelbahn geschlossen. Bis März 2018 wird der Verkehr ausschließlich über die große Bahn abgewickelt.


Die Baumaßnahme, deren Kosten sich auf etwa 14,5 Millionen Euro belaufen, findet im Rahmen des Sanierungsprogramms statt, mit dem der Köln Bonn Airport sein Start- und Landebahnsystem auf den neuesten Stand bringt. Ein Teil der 2.459 Meter langen Querwindbahn war bereits 2015 saniert worden. Die letzte umfangreiche Erneuerung der Bahn liegt zwanzig Jahre zurück. Im Anschluss an die jetzt anstehenden Arbeiten auf der Querwindbahn beginnt im April 2018 die Sanierung der großen Start- und Landebahn.

Köln/Bonn zurück auf Wachstumskurs

Köln/Bonn zurück auf Wachstumskurs - Passagierverkehr legt zu - Rekorde bei Fracht und Non-Aviation

Der Köln Bonn Airport befindet sich auf Wachstumskurs: 2014 wird der Flughafen im Passagierverkehr und beim Frachtumschlag deutlich zulegen und einen Überschuss von 1 Million Euro erwirtschaften. Die Zahl der Fluggäste steigt um 4 Prozent auf 9,4 Millionen. Die umgeschlagene Frachtmenge wird 3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegen – und zum Jahresende das Allzeithoch von 760.000 Tonnen erreichen.

„Wir verzeichnen seit über einem Jahr einen stabilen Aufwärtstrend, der uns am Jahresende in beiden Verkehrssegmenten deutliche Zuwächse und ein erneut positives Betriebsergebnis von einer Million Euro bescheren wird“, sagt Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Besonders erfreulich sei, dass Köln/Bonn sich im laufenden Jahr besser als der deutsche Markt entwickelt habe. Dies sei gleich auf mehrere positive Faktoren zurückzuführen. „Große Kunden wie der Lufthansa-Konzern und Air Berlin haben ihre Kapazitäten aufgestockt, die Touristik hat uns eine starke Sommersaison beschert und auch die Low-Cost-Carrier wachsen wieder“, erklärt Garvens. Zudem wird bei der Luftfracht in diesem Jahr ein neues historisches Rekordergebnis erzielt. „Der Markt hat sich vom schwächeren Jahr 2013 erholt.“   

Passagierverkehr

Seit September 2013 weist die monatliche Passagierstatistik für den Flughafen Köln/Bonn durchgängig Zuwachsraten aus. In den Sommermonaten Juni bis September 2014 betrug das Wachstum jeweils 5 Prozent. So war beispielsweise der September mit exakt 1.033.371 Passagieren der beste Monat seit 4 Jahren, das heißt seit September 2010. Auch im August wurde die Marke von 1 Million Fluggästen übertroffen.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der Kapazitätsaufbau beim Lufthansa-Konzern und bei Air Berlin: Nach zuletzt drei Jahren, in denen das Sitzplatzangebot aufgrund des Sparkurses bei beiden Airlines zurückgegangen ist, sind die Kapazitäten wieder ausgebaut worden. „Der Lufthansa-Konzern und Air Berlin sind zwei unserer größten Wachstumstreiber“, so Garvens mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr. Auch das Touristik-Geschäft hat in dieser Saison wieder angezogen und dem Flughafen zusätzlichen Aufwind beschert.

Im Ranking der wachstumsstärksten deutschen Airports rangiert Köln/Bonn mit einem Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr Ende des dritten Quartals auf Rang vier. Und es hätte sogar noch etwas mehr sein können: Durch Streiks gingen in diesem Jahr schon rund 56.000 Passagiere verloren.

Auch im Schlussquartal dieses Jahres werden am Köln Bonn Airport mehr Passagiere erwartet als im Vorjahr. Highlight im aktuellen Winterflugplan ist die neue Langstreckenverbindung nach Varadero/Kuba: Seit dem 4. November fliegt Condor einmal pro Woche von Köln in die Karibik. Dazu hat Ryanair zum Winterflugplan eine Basis eröffnet und steuert mit London, Dublin, Rom, Riga und Madrid 5 neue Ziele an. Und auch Germanwings baut ihr Angebot in der Winterflugplan-Periode um Strecken nach Dublin, Faro, Hurghada, Larnaca und Stockholm aus. Dazu kommen zusätzliche Flüge im Osteuropa- und Touristikverkehr. „Auch in den traditionell schwächeren Wintermonaten sind wir besser unterwegs als im Vorjahr“, sagt Garvens.

Frachtverkehr

Seit Jahresbeginn wird in Deutschland wieder mehr Luftfracht umgeschlagen. Der Köln Bonn Airport profitiert davon in besonderer Weise und wächst seit Januar mit einem Plus von rund 3 Prozent etwas besser als der Markt. „Verantwortlich für die guten Zahlen sind in erster Linie unsere Expressfrachtkunden UPS und FedEx“, sagt Michael Garvens. Am Jahresende wird die Luftfracht in Köln/Bonn einen neuen historischen Höchststand erreichen: Rund 760.000 Tonnen Waren und Güter sind dann umgeschlagen worden – so viel wie noch nie in der Geschichte des Flughafens. „Das  unterstreicht die Bedeutung Köln/Bonns als einem der wichtigsten Expressfracht-Airports in Europa“, so Garvens.

Wirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der guten Verkehrsentwicklung wird der Flughafen auch in diesem Jahr ein positives Jahresergebnis erzielen. Der Gewinn fällt dabei mit 1,0 Millionen Euro ebenso hoch aus wie im Vorjahr. „Damit gehört Köln/Bonn erneut zu den wenigen Flughäfen in Deutschland, die Gewinn machen“, verweist Garvens auf die großen finanziellen Schwierigkeiten vieler deutscher Flughäfen, insbesondere der kleineren Regional-Airports. Zum Jahresende werden voraussichtlich wie schon im Vorjahr nur 6 von 22 Verkehrsflughäfen in Deutschland schwarze Zahlen schreiben.

In Köln/Bonn werden die Umsatzerlöse bis zum Jahresende um 1,3 Millionen Euro auf insgesamt 272,4 Millionen Euro klettern, was einem leichten Plus von 0,5 Prozent entspricht. Das EBITDA steigt um 1,7 Millionen Euro auf 54,5 Millionen Euro (+3,2%). Außerordentlich  erfreulich stellt sich die Entwicklung im Non-Aviation-Geschäft dar: Die Erlöse klettern in diesem Geschäftsfeld gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 90,7 Millionen Euro – so viel wie noch nie in der Flughafen-Geschichte. „Unsere Investitionen in den Non-Aviation-Bereich, insbesondere in den Ausbau der Terminals zu modernen Shopping-Malls, zahlen sich aus“, so Garvens.

Riesiges Sanierungsprogramm

Der Köln Bonn Airport stellt darüber hinaus die Weichen für eine prosperierende Zukunft: Bis zum Jahr 2022 werden in etwa 75 Millionen Euro für die Sanierung der bestehenden Infrastruktur aufgewendet. Kern des größten Sanierungsprogramms in der Flughafengeschichte ist die Erneuerung der Großen Start- und Landebahn sowie der Querwindbahn. „Das Start- und Landebahnsystem ist das Herzstück des Flughafens. Die Sanierungen der Runways sind strategisch wichtige Bauvorhaben, die die Zukunft des Flughafens langfristig sichern“, erläutert der Flughafenchef.

In einem ersten Schritt wird im kommenden Jahr mit der rund 6,25 Millionen Euro teuren Ertüchtigung der Querwindbahn begonnen. 2016 und 2017 wird im zweiten Schritt die Betondecke der Großen Start- und Landebahn erneuert. Der Kostenrahmen für diese Baumaßnahme beläuft sich auf etwa 24,5 Millionen Euro. „Beide Sanierungen werden wir bei laufendem Betrieb durchführen“, so Garvens.

Ebenfalls saniert wird in den kommenden Jahren das Entwässerungssystem des Flughafens (rund 10 Millionen Euro) und der sogenannte Taxiway Bravo (30 Millionen Euro). Zum 75-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm gehört außerdem die Entfernung von sogenanntem „Betonkrebs“ auf Vorfeldflächen.
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