Auf dem NATO-Stützpunkt im deutsch-niederländischen Grenzgebiet Geilenkirchen-Teveren stehen aufwendige Bauarbeiten bevor. Die drei Kilometer lange und 45 Meter breite Start- und Landebahn wird für rund zehn Millionen Euro saniert. Bis in den Herbst 2014 hinein wird der Flugverkehr auf der Nato Air-Base stark eingeschränkt sein.

Dennoch sei der Verband laut Verteidigungsbündnis mit seinen 17 Aufklärungsflugzeugen einsatzfähig. 32 Jahre nach dem Bau der heutigen Start- und Landebahn sind dies die ersten Sanierungsarbeiten, erklärt Thomas Wahl, Leiter der Abteilung Infrastruktur auf dem AWACS-Flugplatz. Damit hat die Start- und Landebahn zwölf Jahre länger gehalten als erwartet. Die Sanierungsarbeiten finden nach einem besonderen Rhythmus statt: Elf Tage wird gearbeitet, drei Tage geflogen. In insgesamt acht Abschnitten wird die Start- und Landebahn saniert. Dafür wird zuerst eine 30 Zentimeter tiefe Betonschicht zertrümmert. Danach wird neu asphaltiert. Dafür hat das ausführende Unternehmen extra in Nähe des Stützpunktes eine eigene Asphalt-Mischanlage aufgebaut.

Insgesamt werden in Geilenkirchen-Teveren rund 125 000 Tonnen Asphalt verbaut. 750 Lkw-Ladungen Splitt und Steine werden in jeder Bauphase zum Stützpunkt gebracht und mit Bitumen in der Mischanlage zu Asphalt verarbeitet. Deshalb muss in den Ortschaften rund um den AWACS-Stützpunkt mit erhöhtem Verkehrsaufkommen gerechnet werden. Insgesamt werde zwölf Stunden am Tag gearbeitet. Das Projekt soll zügig fertiggestellt werden, heisst es bei der NATO.
Während der Bauarbeiten finden auf dem Stützpunkt Geilenkirchen nur die nötigsten Starts und Landungen statt. Sämtliche Aufklärungsmaschinen wurden laut Nato-Sprecher Johann Glowka auf andere Stützpunkte in Europa verlegt, darunter Norwegen, Griechenland, die Türkei und Italien. Da eine Komplettschließung der Air-Base ausgeschlossen wurde, muss der besondere Rhythmus vorgegeben werden. Immer nach elf Tagen Arbeit dürfen für drei Tage Starts- und Landungen stattfinden.

Erster NATO-Hilfsflug nach Pakistan

Erster NATO-Hilfsflug nach Pakistan startet von Geilenkirchen - Am frühen Morgen flog eine Frachtmaschine von der NATO Air Base Geilenkirchen beladen mit Zelte, Wasserpumpen und Stromgeneratoren Richtung Islamabad. Mit diesem ersten Flug des Militärbündnisses soll die Humanitäre Hilfe für die Flutopfer in Pakistan beginnen. Die im Rumpf der Boeing 707-307C (LX-N20000) verladenen Hilfsgüter wurden von der Slowakei gespendet. Bereits am Dienstag soll unter anderem eine Trinkwasser-Aufbereitungsanlage für 15.000 Menschen nach Pakistan geflogen werden. Schon zu Beginn der Woche schickte das DRK-Logistikzentrum von Berlin-Schönefeld aus eine mit 18 Tonnen Material beladene Antonov 12 in die Hauptstadt Pakistans.
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