Köln/Bonn wächst am stärksten

Für den Köln Bonn Airport verläuft das Geschäftsjahr 2016 außerordentlich erfolgreich. Beflügelt von der positiven Entwicklung der Low-Cost-Airlines auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke, steuert der Flughafen auf einen neuen Passagierrekord zu. Nach aktueller Prognose wird die Zahl der Fluggäste in diesem Jahr auf rund 11,7 Millionen steigen. Das sind gut 1,4 Millionen beziehungsweise 13 Prozent mehr als im vorigen Jahr. Zum ersten Mal überhaupt werden damit mehr als 11 Millionen Fluggäste in Köln/Bonn in einem Jahr gezählt. Auch bei der Fracht steuert der Flughafen 2016 auf ein neues Rekordergebnis zu. Der Airport wird im laufenden Geschäftsjahr außerdem erneut einen deutlichen Überschuss erwirtschaften: Nach Steuern wird ein Gewinn von 5,2 Millionen Euro (2015: 5,1 Mio. Euro) erwartet.  

„Das laufende Jahr ist eines der besten in der Geschichte des Flughafens. Wir haben einen deutlichen Sprung gemacht und sind unter den deutschen Airports mit Abstand der wachstumsstärkste“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. Köln/Bonn habe sich fest in der Top-Liga der deutschen Airports etabliert. „Verantwortlich dafür ist natürlich das Angebot der Eurowings-Langstrecken und das Wachstum der Low-Coster, allen voran Ryanair“, so Garvens.

Köln/Bonn wieder auf Platz 6 unter den deutschen Airports

In den ersten drei Quartalen des Jahres konnte der Flughafen durchgängig zweistellige Zuwachsraten bei den Passagieren verzeichnen. Seit Mai reisen jeden Monat mehr als 1 Million Passagiere über Köln/Bonn. Bis einschließlich September zählte der Flughafen so bereits rund 9,1 Millionen Fluggäste. Das waren satte

18 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Zum Vergleich: Der Markt legte in Deutschland von Januar bis August nur um 3 Prozent zu.

Unter den deutschen Flughäfen wächst Köln/Bonn mit Abstand am stärksten und verbesserte sich im bundesweiten Ranking um einen Platz auf Rang 6 vor Stuttgart.

Der beträchtliche Zuwachs liegt im Wesentlichen am umfangreichen Angebot der Low-Cost-Carrier Ryanair und Eurowings: Mehr als 1,3 Millionen zusätzliche Passagiere haben die Lufthansa-Tochter und die irische Airline von Januar bis September in Köln/Bonn befördert. Die attraktiven Low-Cost-Strecken haben außerdem dafür gesorgt, dass krisenbedingte Veränderungen beim Reiseverhalten der Passagiere deutlich überkompensiert werden konnten. Rückgänge bei den Zielen Türkei und Ägypten wurden unter anderem durch steigende Zahlen auf den Low-Cost-Langstrecken mehr als wettgemacht.

Wirtschaftliche Entwicklung

Beim Blick in die nahe Zukunft erwartet der Köln Bonn Airport mit 11,7 Millionen Fluggästen aber nicht nur einen neuen Passagierrekord für 2016. Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung wird – wie schon in den Jahren zuvor – ein Millionenüberschuss erzielt. Der Gewinn des Airports wird 5,2 Millionen Euro betragen und liegt damit etwas höher als im vergangenen Jahr (5,1 Mio. Euro). Der Umsatz steigt in 2016 um 15,2 Millionen Euro auf 312,6 Millionen Euro, was ein Plus von 5,1 Prozent bedeutet. „Obwohl wir in diesem Jahr viel Geld in Sanierung und Instandhaltung stecken, sind wir besser unterwegs als im vorigen Jahr“, so Flughafen-Chef Michael Garvens.

Anteil daran haben hauptsächlich die steigenden Passagierzahlen - aber auch die Fracht. 2016 rechnet der Flughafen mit einem neuen Allzeithoch von 770.000 Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es 758.000 Tonnen.

14 Eurowings-Langstrecken im Winter

Sowohl für Fernreisende als auch für Passagiere auf der Kurz- und Mittelstrecke ist der neue Winterflugplan interessant, der ab dem 30. Oktober gilt. 87 Ziele werden ab Köln/Bonn angeflogen, neun davon sind neu. Dabei sind auch 5 neue Langstrecken der Eurowings: Miami und Mauritius werden erstmals aus dem Sommerflugplan übernommen. Ganz neu sind Havanna auf Kuba sowie Salalah im Oman und Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Insgesamt fliegt Eurowings inzwischen 14 Langstreckenziele ab Köln/Bonn an. Weitere  Destinationen kommen auf der Kurz- und Mittelstrecke dazu: SunExpress fliegt zweimal wöchentlich nach Agadir, Borajet dreimal pro Woche nach Adana. BlueAir fliegt seine rumänische Heimatbasis Iasi zweimal wöchentlich an. Und People’s Viennaline – neu am Airport – nimmt die Strecke Köln/Bonn–Friedrichshafen–St. Gallen/Altenrhein 10 Mal pro Woche in ihr Angebot auf.

Aktuelle Entwicklungen und Bauprojekte

Im November beginnen am Köln Bonn Airport die Sanierungsarbeiten an der Querwindbahn. Planmäßig wird die Piste für voraussichtlich 18 Monate außer Betrieb gesetzt. Starts und Landungen finden in dieser Zeit ausschließlich auf der großen Bahn statt. Die Kosten der Sanierung betragen 14,5 Millionen Euro.

Auch am Terminal wird gebaut: Ein neuer Gang soll die Umsteige-Prozesse im Transitbereich erleichtern, zum Beispiel innerhalb des Eurowings-Netzwerkes. Zwischen den Terminals 1 und 2 wird deshalb luftseitig ein Verbindungsgang geschaffen. Die Bauarbeiten sollen 2017 beginnen, die Kosten belaufen sich auf
3 Millionen Euro.

Neben dem Passage-Bereich entwickelt sich auch die Fracht baulich weiter. Bis 2018 entsteht auf dem Flughafengelände eine neue Expressfracht-Halle für DHL. Das Gebäude ersetzt die alte Halle, deren Rückbau bereits begonnen hat. Bürobereiche, einen Truck-Dock, den Frachthof sowie die dazugehörige Infrastruktur errichtet der Airport. Die Investitionssumme liegt hier bei rund 30 Millionen Euro.

Die Ausschreibung für den Bau eines 4-Sterne-Hotels mit rund 200 Zimmern in unmittelbarer Nähe zu den Terminals startet im Frühjahr 2017. Der Abriss von Parkhaus 1, das dann an gleicher Stelle neu entsteht, ist Ende 2017 geplant. Es wird über 2.000 zusätzliche Stellplätze (insgesamt 3.100) verfügen, mit modernster Technik ausgestattet sein und beispielsweise ticketloses Einfahren und die PKW-Suche per App ermöglichen.

Köln/Bonn beschleunigt Wachstumstempo

Flughafen hebt Jahresprognose auf 10,2 Millionen Passagiere an

3,1 Millionen Euro Gewinn im laufenden Geschäftsjahr

Großes Passagierplus, erneuter Millionen-Gewinn: Der Flughafen Köln/Bonn erwartet im laufenden Geschäftsjahr 2015 deutlich mehr Fluggäste als bislang geplant und hat aufgrund der anhaltend hohen Zuwachsraten seine Prognose für das Gesamtjahr auf 10,2 Millionen Fluggäste angehoben. Im Vergleich zu 2014 entspricht dies einem Passagierplus von 8 Prozent. Die Flughafengesellschaft wird außerdem wie im vorangegangenen Jahr einen Gewinn von 3,1 Millionen Euro erwirtschaften.
„Die Entwicklung in 2015 ist überaus erfreulich. Köln/Bonn ist schon das ganze Jahr einer der wachstumsstärksten Flughäfen in Deutschland. Dieser Trend wird sich auch im nächsten Jahr fortsetzen“, sagte Flughafenchef Michael Garvens bei der Vorstellung der Quartalsbilanz. Auch für 2016 erwarte er ein signifikantes Passagierplus in der Größenordnung von rund 10 Prozent und einen entsprechenden Anstieg der Fluggastzahlen auf dann über 11 Millionen. „Die Ansiedlung der neuen Lufthansa-Langstreckentochter Eurowings und der Aufschwung der Low-Cost-Verkehre in Europa werden uns im nächsten Jahr einen zusätzlichen Schub geben“, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres zählte der Flughafen Köln/Bonn 7,71 Millionen Fluggäste – 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit entwickelte sich der rheinische Flughafen besser als der Markt und gehörte zu den am schnellsten wachsenden deutschen Airports. Ende September lag Köln/Bonn im Ranking der wachstumsstärksten Flughäfen hinter Stuttgart und Hamburg auf Platz 3.

Der traditionell verkehrsärmere Winterflugplan ist von zahlreichen Angebotserweiterungen durch die Fluggesellschaften geprägt, die sich bereits im Schlussquartal 2015 deutlich positiv auf die Verkehrszahlen des Flughafens auswirken. „Wir erwarten den stärksten Winter in der Geschichte des Flughafens mit monatlichen Passagierzuwächsen von teilweise fast 20 Prozent“, so Garvens. Einer der wichtigsten Impulse kommt von der neuen Lufthansa-Tochter Eurowings, die ab November ab Köln/Bonn zu 10 Interkontinental-Zielen in Asien und der Karibik sowie in den Nahen Osten startet. „Wir wollen uns mit Eurowings im Langstreckensegment langfristig etablieren“, sagte Garvens. Zusätzlicher Wachstumstreiber ist die irische Ryanair, die zum Winterflugplan ihr Angebot ab Köln/Bonn von 11 auf 17 Ziele ausbaut.

Insgesamt werden im Winterflugplan, der ab dem 25. Oktober gilt, rund 5,4 Millionen Sitzplätze zu 87 Zielen von 22 Fluggesellschaften angeboten. Das entspricht einem Kapazitätsplus von 26 Prozent im Vergleich zum letzten Winter und gleichzeitig einem historischen Höchstwert für den Flughafen Köln/Bonn. Der neue Winterflugplan wird 19 gänzlich neue Ziele enthalten. Eurowings bietet erstmals 10 Langstrecken-Destinationen an, Ryanair 9 neue Verbindungen im Vergleich zum letzten Winter, zwei weitere Ziele nimmt Wizz Air (Sofia, Cluj) auf sowie jeweils eine neue Verbindung Intersky (Friedrichshafen) und Chalair (Lyon).
Darüber hinaus werden zahlreiche Verbindungen mit zusätzlichen Flügen aufgestockt. Allein Germanwings bietet im Winterflugplan 22 zusätzliche wöchentliche Flüge an und bleibt mit über 300 Starts pro Woche wichtigster Airline-Kunde am Köln Bonn Airport.

Wirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der positiven Verkehrsentwicklung wird wie schon 2014  ein Millionen-Überschuss erreicht. Der Gewinn der Flughafengesellschaft wird Ende des Jahres 3,1 Millionen Euro betragen – genauso viel wie im Vorjahr. „Das ist besonders wichtig, um die zukünftigen Investitionen zu sichern“, so Michael Garvens. Die Umsatzerlöse steigen in 2015 um 17,3 Millionen Euro auf 291,6 Millionen, was einem Plus von 6,3 Prozent entspricht.

Aktuelle Entwicklungen und Bauprojekte

Der neue Fernbus-Bahnhof am Flughafen Köln/Bonn wird wie geplant am 28. Oktober in Betrieb gehen. „Es wird der schönste Busbahnhof Kölns mit einer modernen Infrastruktur und einer 24-Stunden-Versorgung sein“, bekräftigte Garvens.

Der Flughafen wird zudem das Parkhaus 1 abreißen und durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzen. „Das jetzige Parkhaus ist sanierungsbedürftig. Der Neubau wird modernsten Anforderungen gerecht werden und rund 3.200 Stellplätze umfassen“, so Garvens. Bis 2019 soll der Neubau des P1 fertiggestellt sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 45 Millionen Euro.

Ebenfalls mit Hochdruck laufen die Planungen für ein zweites Hotel auf dem Flughafengelände, mit dessen Bau voraussichtlich 2017 begonnen wird. Derzeit prüft die Flughafengesellschaft, ob sie das Hotel in Eigenregie baut oder einen kombinierten Betreiber- und Investorenwettbewerb durchführt. Standort bleibt die Fläche zwischen den beiden Terminals unmittelbar neben dem Flughafenbahnhof. Geplant ist ein Hotel der mittleren oder oberen Kategorie.

Flughafen erzielt 2014 Überschuss


Köln/Bonn macht Gewinnsprung

Flughafen erzielt 2014 einen Überschuss von 3,1 Millionen Euro

Mehr als 10 Millionen Fluggäste in diesem Jahr erwartet

Steigende Passagierzahlen und Zuwächse im Frachtgeschäft haben dem Köln Bonn Airport im zurückliegenden Geschäftsjahr 2014 einen Gewinnsprung beschert. Im Ergebnis nach Steuern erzielte die Flughafengesellschaft einen Überschuss von 3,1 Millionen Euro und verdreifachte damit ihren Gewinn. Die Zahl der Fluggäste kletterte 2014 um 4 Prozent auf 9,5 Millionen, die Luftfracht verbesserte sich auf 754.000 Tonnen, was einem moderaten Zuwachs von 2 Prozent entspricht und die Entwicklung im deutschen Luftfracht-Markt widerspiegelt.


„Nach drei schwierigen Jahren, die vor allem bei einheimischen Airlines von Kapazitätskürzungen und Kostensenkungen geprägt waren, sind wir 2014 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Beim Passagierverkehr waren wir besser unterwegs als der deutsche Gesamtmarkt und auch das Frachtgeschäft hat unsere Erwartungen erfüllt. Unterm Strich war es ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagte Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, bei der heutigen Vorstellung der Bilanz 2014. Die guten Verkehrszahlen hätten sich positiv auf das Betriebsergebnis des Unternehmens ausgewirkt. „Vor allen wesentlichen Kennzahlen steht ein Plus. Köln/Bonn gehört nach wie vor zu den wenigen Flughäfen in Deutschland, die profitabel sind“, so Garvens.

Passagierverkehr 2014

Mit einem Plus von 4 Prozent auf 9,5 Millionen Fluggäste lag der Köln Bonn Airport 2014 über dem deutschen Marktwachstum (+3 %). Im August und September wurden jeweils über eine Million Passagiere abgefertigt. Getragen wurde der Aufschwung von den Low-Cost-Airlines, die ihr Streckennetz ausgebaut haben. Das gilt besonders für Norwegian und die irische Ryanair, die im vergangenen Jahr zusammen fast 210.000 zusätzliche Reisende beförderten.
Weitere 100.000 Passagiere entfielen auf Airlines, die 2014 neu vom Köln Bonn Airport aus gestartet sind (u.a. Flybe, Tailwind Airlines, Blue Air, Corendon). Zweiter wesentlicher Wachstums-treiber war der Touristik-Verkehr durch Ferienflieger wie SunExpress, Pegasus Airlines und Air Berlin.

Eine Trendwende gab es beim Inlandsverkehr: Erstmals seit drei Jahren konnte im vergangenen Jahr mit etwas mehr als 3 Millionen Fluggästen wieder ein leichter Zugewinn (+1,4%) auf innerdeutschen Strecken verzeichnet werden, nachdem die Einführung der Luftverkehrsteuer zu erheblichen Rückgängen geführt hatte. Vor allem die Flugzeuge zu den Geschäftsreisezielen Berlin, München und Hamburg waren gut ausgelastet. Auf diesen Strecken buchten 85.000 Fluggäste mehr.

Luftfracht 2014

Das Luftfracht-Volumen lag im Geschäftsjahr 2014 mit einem Plus von 2 Prozent bei 754.000 Tonnen und damit auf dem Niveau des Gesamtmarktes. „Angesichts der bestehenden konjunkturellen Unterschiede in Europa ist das ein gutes Ergebnis“, so Garvens. Im Vergleich der europäischen Expressfracht-Flughäfen war Köln/Bonn 2014 hinter Lüttich (+5%) und Leipzig (+3%) drittstärkster Airport im Wachstums-Ranking.

Wirtschaftsergebnis 2014

Durch die positive Entwicklung der Verkehrszahlen im Geschäftsjahr 2014 verbesserte sich das operative Ergebnis (EBITDA) des Flughafens auf 57,7 Millionen Euro (+9,3%). Mit 3,1 Millionen Euro wurde der Gewinn aus dem Vorjahr (1,0 Mio.) deutlich übertroffen. Die Umsatzerlöse kletterten auf 274,3 Millionen Euro (+1,2%). Die Einnahmen aus dem Non-Aviation-Geschäft (u.a. Shopping, Gastronomie, Parken), die 32 Prozent der Gesamterlöse ausmachten, erreichten mit 88,4 Millionen Euro im fünften Jahr in Folge einen neuen Höchststand.
Den größten Beitrag zum Umsatz leistet weiterhin das originäre Geschäft mit dem Flugbetrieb. 62 Prozent der Einnahmen wurden 2014 aus Gebühren- und Entgelten sowie mit den Dienst-leistungen am Boden erzielt.

Auf der Kostenseite gingen die Materialaufwendungen auf 84,2 Millionen Euro zurück (-7,4%). Einer der wesentlichen Gründe waren geringere Ausgaben für Enteisungsmittel infolge des milden Winters. Auch die Personalkosten blieben trotz einer durchschnittlichen Tarifsteigerung von rund 3 Prozent mit 115,1 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau (2013: 114,8 Mio. Euro). Hier wirkte sich bereits ein Vorruhestands- und Abfindungsprogramm positiv aus, wodurch 45 Mitarbeiter das Unternehmen freiwillig verlassen haben.
Aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 konnte die Verschuldung des Flughafens zurückgeführt werden. Zum 31. Dezember beliefen sich die Verbindlichkeiten auf 318,1 Millionen Euro, das sind 33 Millionen Euro weniger als 2013. Insgesamt hat der Airport in den vergangenen fünf Jahren 92,1 Millionen Euro Schulden abgebaut. Das Eigenkapital betrug 262,7 Millionen Euro (+1,2%), die Eigenkapital-Quote verbesserte sich auf 36,7 Prozent (34,9%).
Die Zahl der Beschäftigten bei der Flughafengesellschaft lag zum Stichtag 31. Dezember 2014 bei 1.807.

Verkehrsentwicklung 2015

Im Jahr 2015 setzt sich der Wachstumstrend des Flughafens fort, im März (+12%) und Mai (+10%) mit zweistelligem Passagierplus. Im ersten Halbjahr lag die Zahl der Fluggäste in Köln/Bonn bei über 4,5 Millionen – 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In den ersten vier Monaten des Jahres ist Köln/Bonn doppelt so schnell gewachsen wie der deutsche Passagiermarkt (+4%) und belegte im Ranking der wachstumsstärksten Flughäfen Rang 3. Größter Wachstumstreiber unter den Airlines ist Ryanair, die ihr Netz zum vorigen Winterflugplan ausgebaut hat und in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 310.000 Passagiere mehr beförderte als im Vergleichszeitraum 2014. Einen regelrechten Boom mit hohen Passagierzuwächsen verzeichnen die touristischen Verkehre zu europäischen Urlaubszielen. Neue Airlines (Flybe, Onur Air, Blue Air) und die touristischen Verkehre (Wizz Air, SunExpress) trugen mit rund 80.000 zusätzlichen Fluggästen im ersten Halbjahr ebenfalls zum Wachstum bei. „Im klassischen Urlaubsgeschäft gewinnen wir Marktanteile, vor allem im Wettbewerb mit Düsseldorf“, so Garvens.

Geschäftsjahr 2015

Der Köln Bonn Airport rechnet auch für 2015 mit steigenden Passagier- und Frachtzahlen. Erstmals seit 2008 soll am Jahresende die Marke von 10 Millionen Fluggästen geknackt werden – was einem Plus von 6 Prozent entspricht. Und auch die Luftfracht wird wieder leicht um 1,4 Prozent auf 765.000 Tonnen zulegen. Das Gewinnziel liegt bei 1,0 Million Euro. Nicht nur im Sommerflugplan, wenn der Airport ein durchschnittliches Verkehrswachstum von 5 Prozent erwartet und die Marke von 1 Million Passagieren im Juli, August und September übertroffen werden soll, sondern auch zum Jahresende geht es weiter aufwärts. Die neue Lufthansa-Tochter Eurowings bietet ab November 36 wöchentliche Langstreckenflüge zu zehn Fernzielen ab Köln/Bonn an – unter anderem nach Dubai, Thailand und in die Karibik. „Darauf freuen wir uns besonders. Mit Eurowings wird Köln/Bonn in der europäischen Flughafen-landschaft wieder eine Adresse im Langstrecken-Segment“, so Garvens.
Auch die irische Ryanair wird ab Herbst für Passagierzuwächse sorgen. Die Airline wird zwei weitere Flugzeuge am Köln Bonn Airport fest stationieren und ihr Strecken-Angebot zum Winter-flugplan auf 17 Ziele ausbauen.

Bis zum Jahr 2022 wird der Flughafen im Rahmen des größten Instandhaltungs- und Sanierungsprogramms seiner Geschichte rund 100 Mio. Euro in den Erhalt der Infrastruktur investieren. Allein 70 Millionen Euro fließen in die Sanierung der großen Start- und Landebahn, der Querwindbahn, des Entwässerungs-systems, des Taxiway Bravo und in die Ausbesserung von Flächen. „Unsere Infrastruktur ist unser Herzstück. Mit den Investitionen in den nächsten Jahren stellen wir die Weichen für eine prosperierende Zukunft des Flughafens“, sagt Flughafenchef Michael Garvens.

Der Flughafen wird zudem ein neues Hotel bauen. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie liegt vor. Das Hotel im Segment 3 bis 4 Sterne wird in zentraler Lage zwischen den beiden Terminals, in unmittelbarer Nähe zum ICE-Bahnhof entstehen.

Köln/Bonn zurück auf Wachstumskurs

Köln/Bonn zurück auf Wachstumskurs - Passagierverkehr legt zu - Rekorde bei Fracht und Non-Aviation

Der Köln Bonn Airport befindet sich auf Wachstumskurs: 2014 wird der Flughafen im Passagierverkehr und beim Frachtumschlag deutlich zulegen und einen Überschuss von 1 Million Euro erwirtschaften. Die Zahl der Fluggäste steigt um 4 Prozent auf 9,4 Millionen. Die umgeschlagene Frachtmenge wird 3 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegen – und zum Jahresende das Allzeithoch von 760.000 Tonnen erreichen.

„Wir verzeichnen seit über einem Jahr einen stabilen Aufwärtstrend, der uns am Jahresende in beiden Verkehrssegmenten deutliche Zuwächse und ein erneut positives Betriebsergebnis von einer Million Euro bescheren wird“, sagt Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH. Besonders erfreulich sei, dass Köln/Bonn sich im laufenden Jahr besser als der deutsche Markt entwickelt habe. Dies sei gleich auf mehrere positive Faktoren zurückzuführen. „Große Kunden wie der Lufthansa-Konzern und Air Berlin haben ihre Kapazitäten aufgestockt, die Touristik hat uns eine starke Sommersaison beschert und auch die Low-Cost-Carrier wachsen wieder“, erklärt Garvens. Zudem wird bei der Luftfracht in diesem Jahr ein neues historisches Rekordergebnis erzielt. „Der Markt hat sich vom schwächeren Jahr 2013 erholt.“   

Passagierverkehr

Seit September 2013 weist die monatliche Passagierstatistik für den Flughafen Köln/Bonn durchgängig Zuwachsraten aus. In den Sommermonaten Juni bis September 2014 betrug das Wachstum jeweils 5 Prozent. So war beispielsweise der September mit exakt 1.033.371 Passagieren der beste Monat seit 4 Jahren, das heißt seit September 2010. Auch im August wurde die Marke von 1 Million Fluggästen übertroffen.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der Kapazitätsaufbau beim Lufthansa-Konzern und bei Air Berlin: Nach zuletzt drei Jahren, in denen das Sitzplatzangebot aufgrund des Sparkurses bei beiden Airlines zurückgegangen ist, sind die Kapazitäten wieder ausgebaut worden. „Der Lufthansa-Konzern und Air Berlin sind zwei unserer größten Wachstumstreiber“, so Garvens mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr. Auch das Touristik-Geschäft hat in dieser Saison wieder angezogen und dem Flughafen zusätzlichen Aufwind beschert.

Im Ranking der wachstumsstärksten deutschen Airports rangiert Köln/Bonn mit einem Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr Ende des dritten Quartals auf Rang vier. Und es hätte sogar noch etwas mehr sein können: Durch Streiks gingen in diesem Jahr schon rund 56.000 Passagiere verloren.

Auch im Schlussquartal dieses Jahres werden am Köln Bonn Airport mehr Passagiere erwartet als im Vorjahr. Highlight im aktuellen Winterflugplan ist die neue Langstreckenverbindung nach Varadero/Kuba: Seit dem 4. November fliegt Condor einmal pro Woche von Köln in die Karibik. Dazu hat Ryanair zum Winterflugplan eine Basis eröffnet und steuert mit London, Dublin, Rom, Riga und Madrid 5 neue Ziele an. Und auch Germanwings baut ihr Angebot in der Winterflugplan-Periode um Strecken nach Dublin, Faro, Hurghada, Larnaca und Stockholm aus. Dazu kommen zusätzliche Flüge im Osteuropa- und Touristikverkehr. „Auch in den traditionell schwächeren Wintermonaten sind wir besser unterwegs als im Vorjahr“, sagt Garvens.

Frachtverkehr

Seit Jahresbeginn wird in Deutschland wieder mehr Luftfracht umgeschlagen. Der Köln Bonn Airport profitiert davon in besonderer Weise und wächst seit Januar mit einem Plus von rund 3 Prozent etwas besser als der Markt. „Verantwortlich für die guten Zahlen sind in erster Linie unsere Expressfrachtkunden UPS und FedEx“, sagt Michael Garvens. Am Jahresende wird die Luftfracht in Köln/Bonn einen neuen historischen Höchststand erreichen: Rund 760.000 Tonnen Waren und Güter sind dann umgeschlagen worden – so viel wie noch nie in der Geschichte des Flughafens. „Das  unterstreicht die Bedeutung Köln/Bonns als einem der wichtigsten Expressfracht-Airports in Europa“, so Garvens.

Wirtschaftliche Entwicklung

Aufgrund der guten Verkehrsentwicklung wird der Flughafen auch in diesem Jahr ein positives Jahresergebnis erzielen. Der Gewinn fällt dabei mit 1,0 Millionen Euro ebenso hoch aus wie im Vorjahr. „Damit gehört Köln/Bonn erneut zu den wenigen Flughäfen in Deutschland, die Gewinn machen“, verweist Garvens auf die großen finanziellen Schwierigkeiten vieler deutscher Flughäfen, insbesondere der kleineren Regional-Airports. Zum Jahresende werden voraussichtlich wie schon im Vorjahr nur 6 von 22 Verkehrsflughäfen in Deutschland schwarze Zahlen schreiben.

In Köln/Bonn werden die Umsatzerlöse bis zum Jahresende um 1,3 Millionen Euro auf insgesamt 272,4 Millionen Euro klettern, was einem leichten Plus von 0,5 Prozent entspricht. Das EBITDA steigt um 1,7 Millionen Euro auf 54,5 Millionen Euro (+3,2%). Außerordentlich  erfreulich stellt sich die Entwicklung im Non-Aviation-Geschäft dar: Die Erlöse klettern in diesem Geschäftsfeld gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 90,7 Millionen Euro – so viel wie noch nie in der Flughafen-Geschichte. „Unsere Investitionen in den Non-Aviation-Bereich, insbesondere in den Ausbau der Terminals zu modernen Shopping-Malls, zahlen sich aus“, so Garvens.

Riesiges Sanierungsprogramm

Der Köln Bonn Airport stellt darüber hinaus die Weichen für eine prosperierende Zukunft: Bis zum Jahr 2022 werden in etwa 75 Millionen Euro für die Sanierung der bestehenden Infrastruktur aufgewendet. Kern des größten Sanierungsprogramms in der Flughafengeschichte ist die Erneuerung der Großen Start- und Landebahn sowie der Querwindbahn. „Das Start- und Landebahnsystem ist das Herzstück des Flughafens. Die Sanierungen der Runways sind strategisch wichtige Bauvorhaben, die die Zukunft des Flughafens langfristig sichern“, erläutert der Flughafenchef.

In einem ersten Schritt wird im kommenden Jahr mit der rund 6,25 Millionen Euro teuren Ertüchtigung der Querwindbahn begonnen. 2016 und 2017 wird im zweiten Schritt die Betondecke der Großen Start- und Landebahn erneuert. Der Kostenrahmen für diese Baumaßnahme beläuft sich auf etwa 24,5 Millionen Euro. „Beide Sanierungen werden wir bei laufendem Betrieb durchführen“, so Garvens.

Ebenfalls saniert wird in den kommenden Jahren das Entwässerungssystem des Flughafens (rund 10 Millionen Euro) und der sogenannte Taxiway Bravo (30 Millionen Euro). Zum 75-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm gehört außerdem die Entfernung von sogenanntem „Betonkrebs“ auf Vorfeldflächen.

 

Zum zweiten Mal in Folge zählt der Köln Bonn Airport mehr als 1 Million Passagiere in einem Monat. Wie schon im August wurde auch im September die Millionen-Marke geknackt. Genau 1.033.371 Fluggäste starteten oder landeten im September in Köln/Bonn. Damit ist er der stärkste Monat des Jahres. Und nicht nur das: mehr Passagiere in einem Monat zählte Köln/Bonn zuletzt vor vier Jahren - im September 2010.

Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug das Wachstum 5 Prozent. Vor allem den Airlines Germanwings, Norwegian und SunExpress ist das deutliche Plus zu verdanken. Der Aufwärtstrend dieses Jahres setzt sich damit weiter fort. 4 Prozent Zuwachs verzeichnet die Statistik in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auch die Luftfracht legte zu. 63.422 Tonnen bedeuten ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem September des letzten Jahres. Auch in den ersten 9 Monaten liegt der Zuwachs bei 3 Prozent.

 

Deutliches Plus im ersten Halbjahr - Wachstum im Passagier- und Frachtverkehr

Der Köln Bonn Airport verzeichnet im ersten Halbjahr 2014 ein deutliches Verkehrswachstum. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum legte der Passagierverkehr um 4 Prozent zu, der Frachtverkehr um 3 Prozent. „Der Aufwärtstrend, den wir seit dem Winter spüren, hat sich erfreulicherweise stabilisiert“, sagt Flughafenchef Michael Garvens. „Wir wachsen in beiden Verkehrssegmenten über Marktniveau.“ Auf den 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland legte die Passagierzahl um 2,1 Prozent zu, das Frachtaufkommen um 2,2 Prozent.

Genau 4.173.577 Fluggäste (Vorjahr 4.021.549) starteten oder landeten in den Monaten Januar bis Juni am Köln Bonn Airport. Ohne den dreitägigen Pilotenstreik bei der Lufthansa, der mit der Einbuße von 40.000 Flugreisenden verbunden war, wäre der Zuwachs noch deutlicher ausgefallen. Das Plus verdankt sich wesentlich dem Lufthansa-Konzern mit seiner Tochter Germanwings sowie dem Low-Cost-Carrier Norwegian. Aber auch Air Berlin hat seine Kapazitäten im Sommerflugplan nach zum Teil erheblichen Reduzierungen in den Vorjahren wieder ausgebaut.

371.586 Tonnen Fracht (Vorjahr 361.291) wurden in den ersten 6 Monaten verladen. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist vor allem den Expressfrachtunternehmen zu verdanken.

Nach Aussage des Flughafenverbandes ADV erwirtschaften von den 22 Verkehrsflughäfen in Deutschland derzeit nur sechs einen Nettogewinn. Die finanzielle Situation der Airports bleibt damit so ernst wie in den beiden Jahren zuvor. Nur Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart und Köln/Bonn seit 2012 die einzigen Airports mit schwarzen Zahlen.

Trotz leicht rückläufiger Verkehrszahlen hat der Köln Bonn Airport im Geschäftsjahr 2013 einen Überschuss von einer Million Euro erwirtschaftet. Aufgrund des für die deutschen Airports herausfordernden Marktumfeldes lagen der Passagierverkehr und das Luftfrachtaufkommen zum Jahresende jeweils um 2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Verkehrsstatistik verzeichnete 9,1 Millionen Fluggäste und 740.000 Tonnen Fracht.

Passagierverkehr

Durch Insolvenzen von Fluggesellschaften – speziell im Touristikverkehr – und durch die Angebotsreduzierungen beim Lufthansa-Konzern und bei Air Berlin hat der Köln Bonn Airport im abgelaufenen Geschäftsjahr über eine halbe Million Passagiere verloren. In der Touristik wurde der Kapazitätsrückgang größtenteils durch andere Carrier kompensiert, die zusätzliche Strecken aufgenommen haben. Zudem brachte das stärkere Engagement von Ryanair im abgelaufenen Jahr rund 150.000 zusätzliche Fluggäste. Unter dem Strich reduzierte sich die Zahl der Passagiere 2013 gegenüber dem Vorjahr um rund 200.000. Nach wie vor steht der Inlandsverkehr besonders unter Druck. Auf den drei wichtigsten Strecken nach Berlin, München und Hamburg flogen 2013 über 230.000 Reisende weniger als im Jahr davor. Seit Einführung der Luftverkehrsteuer im Jahr 2011 hat der Flughafen Köln/Bonn auf diesen drei Routen fast eine halbe Million Passagiere verloren. „Ich kann nur an die Politik appellieren, die Luftverkehrsteuer endlich abzuschaffen. Sie belastet die gesamte deutsche Luftfahrtbranche enorm, verzerrt den Wettbewerb und treibt Passagiere auf grenznahe Flughäfen im Ausland“, so Garvens mit Blick auf die Entwicklung europäischer Wettbewerber, die von der deutschen Sonderlast profitieren und seither überdurchschnittlich stark wachsen.

Luftfracht

Die in Köln/Bonn umgeschlagene Luftfracht lag 2013 bei rund 740.000 Tonnen. Das waren 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Grund für die schwächere Nachfrage war die schleppende Konjunktur in Europa, die sich auch bei Express-Dienstleistern bemerkbar machte. Diese Entwicklung spürten auch andere große europäische  Expressfracht-Flughäfen wie Paris und Lüttich.

Wirtschaftsergebnis

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die Flughafen Köln/Bonn GmbH einen Gewinn von 1 Million Euro. Die Umsatzerlöse stiegen um
2,3 Prozent auf 271,1 Millionen Euro. Den Großteil des Umsatzes, 59 Prozent, erzielte die Gesellschaft mit  Flughafengebühren und Bodenverkehrsdiensten. 31 Prozent entfallen auf das sogenannte Non-Aviation-Geschäft mit Mieten, Pachten und Versorgungsleistungen, 10 Prozent machen sonstige Erträge aus. Insbesondere die Erlöse im Non-Aviation-Geschäft haben sich mit einem Plus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gut entwickelt und mit 87,7 Millionen Euro einen neuen Höchststand erreicht.
Auf der Aufwandsseite gab es Steigerungen beim Personalaufwand (+7,6%) auf 114,8 Millionen Euro. Grund sind im Wesentlichen zwei tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerungen zum 1. Januar und zum 1. August 2013. Außerdem wurde ein Vorruhestands- und Abfindungsprogramm vom Aufsichtsrat verabschiedet und entsprechend umgesetzt.

Der Materialaufwand ist mit einem Plus von 11,8 Prozent im Vergleich zu 2012 auf 90,9 Millionen Euro ebenfalls gestiegen. Darin enthalten sind überwiegend Kosten für Instandhaltungs-maßnahmen, aber auch Mehrausgaben für Streu- und Enteisungsmittel aufgrund des strengen Winters zu Anfang des Jahres. Trotz der gestiegenen Kosten konnte die Verschuldung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2013 um insgesamt rund 12 Millionen Euro auf 351,1 Millionen Euro zurückgeführt werden. In den vergangenen 4 Jahren hat der Flughafen damit insgesamt fast 60 Millionen Euro Verbindlichkeiten abgebaut. Die Zahl der Beschäftigten bei der Flughafen-GmbH lag zum Stichtag 31.12.2013 bei 1.829. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich leicht auf 34,9 Prozent (Vorjahr: 34,6%) 
   
Verkehrsentwicklung

Positiv stellt sich der Geschäftsverlauf im Jahr 2014 dar. „Seit dem vergangenen Winterflugplan verzeichnen wir einen klaren Aufwärtstrend. Den Schwung konnte das Unternehmen ins neue Jahr mitnehmen“, sagte Garvens. Köln/Bonn wachse in beiden Geschäftssegmenten über dem Marktdurchschnitt.
So verzeichnete der Flughafen sowohl im Passagier- als auch im Frachtgeschäft von Januar bis Mai ein deutliches Wachstum von bis zu 6 Prozent pro Monat. Lediglich im März fiel es mit einem Plus von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat relativ gering aus. Ursache war der Streik der Lufthansa-Piloten, wodurch in Köln/Bonn rund 40.000 Passagiere weniger als erwartet abgefertigt wurden. Wachstumstreiber im Passagierverkehr sind der Lufthansa-Konzern mit seiner Tochter Germanwings sowie die Low-Cost-Carrier (Norwegian, Ryanair), die mehr Sitzplätze anbieten. Aber auch Air Berlin hat seine Kapazitäten im Sommerflugplan nach zum Teil erheblichen Reduzierungen in den Vorjahren wieder ausgebaut.

Hinsichtlich der Zahl der nächtlichen Flugbewegungen trägt das Lärmschutzkonzept des Flughafens Früchte. Die Zahl der nächtlichen Flugbewegungen der MD11 hat sich in den ersten 4 Monaten des Jahres mit 398 im Vergleich zu 2012 nahezu halbiert. Dies ist ein klares Indiz für die Wirksamkeit der reformierten Entgeltordnung, die den Einsatz lauterer Flugzeuge in der Nacht deutlich verteuert. Auch das Rabatt-System, wonach Airlines, die statt der verhältnismäßig lauten MD11 eine Boeing 777 einsetzen, erweist sich als guter Anreiz für Frachtairlines wie FedEx, modernere und leisere Maschinen einzusetzen. Inzwischen finden 59 Prozent der Flugbewegungen großer Frachtflugzeuge (B747, MD11, B777) am Tage statt.

Geschäftsjahr 2014

Der Köln Bonn Airport rechnet für 2014 wieder mit steigenden Passagier- und Frachtzahlen. Das Passagieraufkommen steigt um 2 Prozent auf 9,3 Millionen. Auch die Luftfracht legt um 3 Prozent zu auf 760.000 Tonnen. Der Jahresüberschuss wird bei leicht  steigenden Umsatzerlösen wie im Vorjahr bei 1 Million Euro liegen. „Wenn in der zweiten Jahreshälfte nichts Unvorhergesehenes passiert, wird 2014 ein gutes Jahr werden“, sagte Flughafenchef Michael Garvens. Neben Lufthansa und Air Berlin, die in Köln/Bonn wieder mehr Flüge anbieten, wird die Eröffnung einer Ryanair-Basis zum Winterflugplan einen zusätzlichen Wachstumsimpuls geben. „Besonders freuen wir uns auf den Start der Condor-Langstreckenverbindung nach Kuba im November“, so Garvens.

Der Flughafen Köln/Bonn wird 2014 weitere gezielte Investitionen vornehmen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden und einen sicheren, reibungslosen Betrieb sicherstellen zu können. Eine der bedeutendsten Maßnahmen ist der Erwerb des Blockheizkraftwerkes für 5,3 Millionen Euro zur langfristigen ökonomischen wie auch ökologischen Sicherstellung der Energieversorgung des Flughafens. Darüber hinaus werden 2014 neue Fahrzeuge und Geräte angeschafft (5,9 Mio. Euro) sowie zwei Fluggastbrücken am Terminal 2 erneuert (1,3 Mio. Euro). In die IT-Systeme des Flughafens werden 6,7 Millionen Euro investiert. Insgesamt belaufen sich die geplanten Investitionen im laufenden Geschäftsjahr auf etwa 47 Millionen Euro.

Köln Bonn Airport - 2013 leichte Rückgänge bei den Verkehrszahlen - Aufwärtstrend zum Jahresende

Mit einem von Verkehrszuwächsen geprägten vierten Quartal beendet der Köln Bonn Airport das Geschäftsjahr 2013. Insgesamt starteten und landeten in Köln/Bonn 2013 rund 9,1 Millionen Passagiere. Das entspricht einem moderaten Minus von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist auf die Luftverkehrssteuer und den anhaltenden Sparkurs bei den deutschen Airlines zurückzuführen. Die Luftfracht liegt mit rund 738.000 Tonnen leicht unter den Erwartungen (-2 Prozent), legt aktuell aber ebenfalls zu.

In der ersten Jahreshälfte hatten wir relativ starke Rückgänge beim Inlandsverkehr, die wir trotz der positiven Entwicklung aufs Jahr gesehen nicht ganz kompensieren konnten. Aber die Trendwende ist geschafft“, erklärt Flughafenchef Michael Garvens. So verzeichnet der Köln Bonn Airport seit September jeden Monat ein stabiles Plus bei den Passagierzahlen – im November und Dezember jeweils 3 Prozent im Vergleich zu 2012. „Neue Airlines wie Norwegian und ein deutlich ausgebautes Angebot im Touristik-Segment bringen uns wieder mehr Fluggäste“, so Garvens. Dieser Trend werde sich 2014 fortsetzen. „Wir rechnen für das Gesamtjahr mit einem Passagier-Plus.“

Bei der Luftfracht ging die Tonnage im Vorjahresvergleich leicht zurück – auf insgesamt rund 738.000 Tonnen (-2 Prozent). „Die Fracht ist stark konjunkturabhängig und war 2013 nicht so wachstumsstark wie erwartet“, erklärt Garvens. Allerdings befinde sich auch dieses Segment im Aufwind. „Im vierten Quartal hat das Frachtgeschäft merklich angezogen. Wenn die Konjunkturprognosen eintreten, werden wir 2014 wieder ein Wachstum bei der Luftfracht haben“, so Garvens.

Köln Bonn Airport - Geschäftsjahr 2013

Köln/Bonn landet in der Gewinnzone

Leichte Verkehrsrückgänge bei schwieriger Marktlage

Der Köln Bonn Airport schreibt weiter schwarze Zahlen. Mit einem Gewinn von 0,6 Millionen Euro wird das Unternehmen das Geschäftsjahr 2013 abschließen. Das Passagier- und das Frachtauf-kommen werden gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig sein. Die Zahl der Fluggäste geht um 2 Prozent auf 9,1 Millionen zurück. Der Frachtumschlag liegt mit 740.000 Tonnen ebenfalls um 2 Prozent unter Vorjahresniveau.
„Nur noch 6 von 22 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland landen in diesem Jahr in der Gewinnzone. Dazu zählen erfreulicherweise auch wir“, sagt Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung des Köln Bonn Airport. „Die Folgen der riesigen Sparprogramme der großen deutschen Airlines belasten unser Ergebnis ebenso wie die anhaltenden Auswirkungen der Luftverkehrssteuer. Aber die Talsohle ist durchschritten. Ab Winter geht’s wieder bergauf.“
     

Passagierverkehr

Im September wurde mit 1 Prozent erstmals in diesem Jahr ein leichtes Plus bei den Fluggastzahlen erreicht. Damit setzt sich die Erholung fort, die bereits mit Beginn des Sommerflugplans eingesetzt hat. Noch im ersten Quartal des Jahres hatte sich ein deutliches Minus von 9 Prozent ergeben, was einerseits aus dem strikten Konsolidierungskurs der Großkunden Lufthansa und Air Berlin und andererseits aus dem stark rückläufigen Inlandsverkehr, bedingt durch die Luftverkehrssteuer, resultierte. Zusätzlich belastend wirkten die Betriebsaufgaben klassischer Charterairlines wie XL-Airways und German Sky Airlines, wodurch alleine 185.000 Passagiere fehlen.

Im aktuellen Sommerflugplan fällt der Rückgang mit minus 2 Prozent sehr viel geringer aus, bedingt vor allem durch Zugewinne bei Ryanair und den Türkei-Carriern SunExpress, Pegasus und Turkish Airlines. Bis zum Jahresende erwartet der Köln Bonn Airport 9,1 Millionen Passagiere; im letzten Jahr wurden noch 9,3 Millionen (-2%) gezählt. Lediglich die 4 größten deutschen Flughäfen vermelden im bisherigen Jahresverlauf Wachstum oder – wie Frankfurt – eine stabile Entwicklung. Richtet man den Blick allein auf den Inlandsverkehr, so verlieren alle deutschen Airports in diesem Segment Passagiere, auch die großen. „Dies ist ein deutlicher Beweis für die schädliche Wirkung der Luftverkehrssteuer. Wir hoffen, dass die neue Bundesregierung diese Steuer abschafft“, so Garvens.

Im Winterflugplan, der Ende Oktober startet, finden sich zahlreiche neue Strecken. Der Lufthansa-Konzern mit Lufthansa, Germanwings und Austrian Airlines hat Marrakesch, Edinburgh, Ankara, Fuerteventura und Palermo neu im Programm. Die auf-strebende Norwegian stärkt mit Alicante, Málaga, Gran Canaria und Teneriffa das Spanien-Geschäft. Ryanair nimmt Málaga und Teneriffa in den Flugplan auf. Sun-Express bietet mit Fuerteventura, Teneriffa und La Palma drei Kanaren-Ziel und mit Luxor ein Ziel in Ägypten an.   

Frachtverkehr

Die Luftfrachtentwicklung in Deutschland stagniert auf Grund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen in Europa und einem verlangsamten Wachstum in den globalen Märkten. Die am Jahresende erwarteten 740.000 Tonnen (-2%) entsprechen nicht ganz den Erwartungen. Von den Rückgängen betroffen sind sowohl die Express-Fracht als auch die allgemeine Luftfracht. Erfreulich ist die jüngste Platzierung in der weltweiten Rangliste der Frachtflughäfen. Köln/Bonn findet sich hier auf Platz 27 wieder.

Auf Grund des über Jahre hinweg starken Wachstums in der All-gemeinen Luftfracht muss das Cargo-Center CBCC erweitert wer-den. Dazu soll ein Investor gesucht werden, der nicht nur die Bau-maßnahmen übernimmt sondern auch den Betrieb. „Wir wollen so die Marktposition in diesem Segment nachhaltig ausbauen und damit mittel- und langfristig neue Arbeitsplätze schaffen“, begründet Michael Garvens den Plan. „Wir beabsichtigen, diese Erweiterung ohne betriebsbedingte Kündigungen zu realisieren“.

Wirtschaftliche Entwicklung

Trotz der rückläufigen Verkehrsentwicklung wird das geplante Jahresergebnis erreicht. Der Gewinn von 0,6 Millionen Euro fällt zwar 3,4 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr, „gibt aber in Anbetracht der schwierigen Marktlage Anlass zur Zufriedenheit“, so Michael Garvens. Die Umsatzerlöse steigen um 7,4 Millionen Euro auf 272,4 Millionen, was einem Plus von 2,8 Prozent entspricht. Sehr erfreulich entwickeln sich dabei die Erlöse aus dem Non-Aviation-Geschäft. Sie klettern gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent auf ein Allzeit-Hoch. 89,6 Millionen Euro trägt dieses Segment in diesem Jahr zu den Gesamterlösen bei.

Gebäude

Das neue Germanwings-Gebäude wird in diesen Tagen fristgerecht nach nur fünfmonatiger Bauzeit schlüsselfertig an seinen künftigen Nutzer übergeben. Das sechsgeschossige Gebäude mit 6.200 Quadratmetern Bürofläche entstand gegenüber der bisherigen Germanwings-Zentrale und wird künftig fast 400 Mitarbeiter beherbergen. Baukosten: 10 Millionen Euro.
Auf Hochtouren läuft die Erweiterung des UPS-Frachtzentrums, mit der die Sortierkapazität von 110.000 auf 190.000 Pakete steigt. Mit einem Volumen von 200 Millionen US-Dollar ist es die größte Gebäude- und Anlageninvestition außerhalb der USA in der Geschichte von UPS.

Köln Bonn Airport - Bilanz 2012

Flughafen erzielt positives Jahresergebnis

Der Köln Bonn Airport blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurück. Die Flughafengesellschaft hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 4 Millionen Euro nach Steuern erzielt. Das Verkehrsergebnis ist ambivalent: Während die Fracht mit 751.000 Tonnen einen neuen Rekordwert erreichte, war der Passagierverkehr mit einem Minus von knapp 4 Prozent bei 9,3 Millionen Fluggästen rückläufig.

„Wir bewegen uns in einem schwierigen Marktumfeld, das unser Wachstum bremst“, sagte Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, bei der Präsentation der Jahresbilanz 2012. „Die Krise und Konsolidierung bei den Airlines schlägt voll auf die Flughäfen durch. Die aktuellen Zahlen der Branche sind alarmierend, nur noch 6 der 22 deutschen Verkehrsflughäfen werden im laufenden Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben. Dank eines strikten Sparkurses werden wir dazugehören.“

Passagierverkehr

Der Konsolidierungskurs der deutschen Marktführer unter den Airlines hat den Köln Bonn Airport hart getroffen. Der Lufthansa-Konzern und Air Berlin haben Flugziele gestrichen und Frequenzen reduziert, was für den Köln Bonn Airport den Verlust von mehr als einer halben Million Passagiere zur Folge hat. Diese massiven Einbußen konnten die sechs neuen Fluggesellschaften am Köln Bonn Airport im vergangenen Jahr zwar abmildern, aber nicht vollständig kompensieren: Am Ende bleibt gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 3,6 Prozent bei 9,3 Millionen Passagieren.

Betrachtet man die einzelnen Verkehrssegmente, so ist in Köln/Bonn vor allem der Inlandsverkehr von starken Rückgängen betroffen. Die Passagierzahl sank um 9 Prozent oder 310.000 Pas-sagiere. Ursächlich dafür ist die 2011 eingeführte Luftverkehrssteuer. „Diese nationale Sonderlast gehört abgeschafft. Sie ist wettbewerbsverzerrend und wirkt wie ein Wachstumsprogramm für ausländische Nachbar-Airports“, kritisierte Garvens. Die grenznahen Flughäfen in Eindhoven, Maastricht und Luxemburg zählten seit der Einführung der Ticketsteuer mehr als 1 Million zusätzliche Passagiere.

Frachtverkehr

Auf ein Rekordhoch kletterte die Fracht. Während das Tonnageaufkommen 2012 deutschlandweit um 3 Prozent gesunken ist, erreichte das Frachtvolumen mit 751.000 Tonnen ein Plus von 1 Prozent. Damit hat sich die Fracht am Köln Bonn Airport besser als der Markt entwickelt.

Auch im europäischen Vergleich behauptet sich Köln/Bonn gut gegenüber seinen Wettbewerbern. Dank UPS und FedEX, die am Flughafen ihre Drehkreuze betreiben, konnte Köln/Bonn Zuwächse verzeichnen, während alle anderen Frachtflughäfen in Europa – mit Ausnahme von Leipzig - mit Verlusten zu kämpfen hatten. So gelang dem Airport im vergangenen Jahr auch der Sprung unter die 30 größten Cargoflughäfen der Welt.

Sehr positiv entwickelte sich 2012 die Allgemeine Luftfracht. Dieses Segment legte am Köln Bonn Airport mit einem Plus von 71 Prozent auf knapp 40.200 Tonnen zu.

Wirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2012 sanken die Umsatzerlöse um 2,4 Prozent auf 265 Millionen Euro. Davon entfallen mit 65,4 Prozent knapp zwei Drittel auf Flughafengebühren und Bodenverkehrsdienste, 32,4 Prozent auf Mieten, Pachten (Non-Aviation-Geschäft) und Versorgungsleistungen und 2,2 Prozent auf übrige Erträge. Damit haben sich vor allem die Umsätze im Non-Aviation-Geschäft auf hohem Niveau weiter verbessert und liegen nun bei 85,3 Millionen Euro – eine Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2002. Der Rückgang der Umsatzerlöse insgesamt liegt hautsächlich im rückläufigen Passagieraufkommen begründet.

Der Materialaufwand verringerte sich um 3,6 Prozent auf 81,3 Millionen Euro. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Sanierungsaufwendungen im Vorjahr, reduzierten Handlingkosten sowie auf Einsparungen im Energieeinkauf und Energieverbrauch zurückzuführen. Aufgrund des hohen Tarifabschlusses im Öffentlichen Dienst und eines Sondertarifabschlusses für die Feuerwehr stiegen die Personalkosten um 6,5 Prozent auf 106,7 Millionen Euro.

Das wirkt sich auch auf das Jahresergebnis aus, das sich von 10 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 4 Millionen Euro in 2012 reduziert. Die Zahl der Beschäftigten zum 31.12.2012 blieb gegenüber dem Vorjahr mit 1.829 Beschäftigten unverändert. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 33,5 auf 34,7 Prozent.

Marktentwicklung

Die deutschen Flughäfen hatten 2013 den schlechtesten Start seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise. Im ersten Quartal verloren sie hunderttausende Passagiere, ein Minus von fast 3 Prozent. Neben den kleineren und mittleren Flughäfen rutschten mit Beginn des Winterflugplans 2012/13 auch die großen Drehkreuze ins Minus. Am Köln Bonn Airport fehlen durch den Umbau des Lufthansa-Konzerns im Winter bereits 230.000 Fluggäste, der Inlandsverkehr bricht um 20 Prozent ein. Neuzugänge wie Norwegian Air Shuttle werden allerdings ihr Engagement am Köln Bonn Airport ausweiten. Mit Beginn des Winterflugplans 2013/14 bietet die stark expandierende Low-Cost-Airline neben Oslo vier weitere Ziele von Köln/Bonn an.
Zusätzlich zur wirtschaftlich schwierigen Lage belasten die Streiks die Verkehrsentwicklung der Flughäfen. Seit 2010 wurde der Luftverkehr 20 Mal von verschiedenen Gewerkschaften bestreikt. Die Streikbilanz am Flughafen Köln/Bonn in diesem Jahr weist bereits 420 gestrichene Flüge, 41.200 Fluggäste weniger und 660.000 Euro Umsatzeinbußen aus.

Ausblick

Im Jahr 2013 geht die Flughafengesellschaft von weiter rückläufigen Passagierzahlen um 3 Prozent auf 9,1 Millionen Fluggäste und einem moderaten Frachtwachstum von 1 Prozent auf 760.000 Tonnen aus. Der Jahresüberschuss ist bei leicht steigenden Umsatzerlösen mit 600.000 Euro geplant. „In den letzten Jahren hatten wir rückläufige Passagierzahlen. Wir gehen davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist und wir ab dem nächsten Jahr wieder Zuwächse vermelden können“, so Garvens.   

Um zukünftiges Verkehrswachstum abwickeln zu können, wird die Flughafengesellschaft in 2013 rund 45 Millionen Euro investieren.

Die bedeutendste Maßnahme ist der Neubau zur Erweiterung der Germanwings-Hauptverwaltung. Sie soll bis Ende 2013 bezugsfertig sein. Nicht nur, dass sich Germanwings zu Köln und zum Standort Airport bekennt, hier entstehen auch zusätzliche Arbeitsplätze.

„Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir unseren Sparkurs konsequent fortsetzen. Doch wir erwarten auch von der Politik, dass sie ihre Hausaufgaben macht und unsere Branche nicht zusätzlich belastet“, sagte der Flughafenchef. Nach der sehr erfolgreichen Petition mit mehr als 135.000 Unterschriften für eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer müsse sich was bewegen. „Zudem ist es dringend an der Zeit, ein nationales Luftverkehrskonzept zu entwickeln, das sich unter anderem den Fragen widmet, wieviele Flughäfen das Land braucht und wieviele nachts offen sein müssen.“
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