Airbus A300 "Zero-G" schwebt ein

Airbus A300 schwebt am Haken - Schwerlastkran hebt den „Zero-G“ auf Parkplatz

Spektakulärer Kran-Einsatz heute am Köln Bonn Airport: Ein 700 Tonnen schwerer und rund 60 Meter hoher Schwerlastkran hebt den Zero-G, das ehemals u.a. vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) genutzte Parabel-Flugzeug, vom Vorfeld auf seinen endgültigen Standort auf dem Parkplatz Nord. Während der Umsetzung schwebt der 54 Meter lange und 80 Tonnen schwere Airbus A300 rund zwei Stunden in der Luft und wird dabei um fast 180 Grad gedreht.

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Diese außergewöhnliche Hebeaktion ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten, der monatelange Planung vorausging. Zum einen erfordert die Statik des Flugzeugs eine spezielle Dreipunkt-Tragekonstruktion, die am Rumpf und an beiden Flügeln befestigt ist. Zum anderen bietet die Heckflosse während des Hebevorgangs eine ungewöhnlich große Windangriffsfläche. Drittens muss der Zero-G millimetergenau in der vorgesehenen, eigens dafür geschaffenen Haltekonstruktion positioniert werden.
Die insgesamt rund 12 Stunden dauernde Aktion wird von der Firma Riga Mainz GmbH & Co. durchgeführt. Mit ihren Schwerlastkränen ist das Familienunternehmen aus Rheinland-Pfalz auf Baustellen zwischen Skandinavien und der Südsee im Einsatz, zum Beispiel beim Bau von Windkrafträdern, Brücken und chemischen Anlagen. Der Aufbau des Krans, der in Einzelteilen auf 35 Lkw angeliefert wurde, hat fünf Tage gedauert. Der Zero-G war bis 2014 als Parabel-Flugzeug zur Erzeugung von Schwerelosigkeit im Einsatz. Insgesamt wurden mit dem Airbus 13.180 Parabeln geflogen. Unter anderem trainierte Astronaut Alexander Gerst an Bord.

An seinem neuen Standort wird der Zero-G in Zusammenarbeit mit dem DLR zu einem multimedialen Museumsflugzeug umgebaut und ist im Rahmen von Flughafen-Besucherführungen zu besichtigen. Thema der interaktiven Dauerausstellung ist der Zero-G selbst sowie die spannendsten Weltraumversuche, die an Bord stattgefunden haben. Der Blick in das gläserne Cockpit, Mitmach-Experimente und eine Multimedia-Station mit der Möglichkeit, ein Foto zu machen, auf dem man scheinbar schwerelos schwebt.

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Flughafenchef Michael Garvens freut sich auf die neue Attraktion am Köln Bonn Airport: „Der Zero-G ist ein Hingucker und ein Stück Luftfahrt-Geschichte. Dieses spannende Ausstellungsstück können wir nun allen Interessierten ab Herbst 2016 zugänglich machen und besitzen damit am Airport ein neues Besucher-Highlight.“

Daten des Schwerlastkran Liebherr LR 1.600

  • Dauer des Aufbaus: 5 Tage
  • Anlieferung auf 35 Lkw
  • Tragkraft: 600 t
  • Eigengewicht: 700 t
  • Hubhöhe der am Airport eingesetzten Variante: 59 m
  • Länge Ausleger: 66 m

Airbus A300 Zero G

  • Länge: 53,61 m
  • Spannweite: 44,84 m
  • Höhe Rumpf: 7,5 m
  • Höhe Heckflosse: 16,5 m
  • Gewicht: 80 t

Airbus A300 Zero-G wird zur Besucher-Attraktion am Köln Bonn Airport

Der Köln Bonn Airport ist um eine Attraktion reicher. Die A300 Zero-G, der zur Simulation von Schwerelosigkeit unter anderem vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als sogenanntes Parabel-Flugzeug eingesetzt wurde, landete zu seinem allerletzten Flug in Köln/Bonn. Hier wird er nun dauerhaft zum Ausstellungsstück und kann von Besuchern des Flughafens im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Flughafenchef Michael Garvens, der Vorsitzende des DLR-Vorstands Johann-Dietrich Wörner und Ex-Astronaut Frank de Winne empfingen das Flugzeug am Flughafen. „Es ist folgerichtig, dass unser Flughafen jetzt zur Heimat dieses außergewöhnlichen Flugzeugs wird“, freut sich Flughafenchef Michael Garvens. „Die erste Landung auf deutschem Boden fand vor fast genau 10 Jahren hier bei uns statt. Köln/Bonn war viermal Gastgeber für die Parabelflug-Kampagne und der Zero-G war Dauergast auf dem Tag der Luft- und Raumfahrt.“

„Die A300 Zero-G und ihre Besatzungen haben über viele Jahre hinweg einen entscheidenden Beitrag zur deutschen Raumfahrtforschung geleistet. In 25 vom DLR durchgeführten Forschungskampagnen und den dabei geflogenen hunderten Parabeln konnten Wissenschaftler aus Deutschland das Werkzeug Schwerelosigkeit für ihre Arbeit nutzen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR. „Dass dieses einzigartige Flugzeug nun seine letzte Landung auf dem Flughafen Köln/Bonn absolviert hat, ist etwas ganz besonderes und ich bedanke mich bei Novespace und dem Flughafen Köln/Bonn, die das ermöglicht haben.“

Frank De Winne, Leiter des Europäischen Astronautenzentrums, erinnert sich: „Ich selbst habe meine ersten Erfahrungen im freien, schwerelosen Schweben in der Mikrogravitationsumgebung des Zero-G Parabelflugzeugs gemacht. Nicht zu vergessen, dass unsere jungen Astronauten des Absolventenjahrgangs 2009, unter ihnen auch Alexander Gerst, ihr Training in diesem Flugzeug durchgeführt haben. Das Zero-G-Parabelflugzeug hat mit Sicherheit zu der erfolgreichen Vorbereitung unserer Astronauten auf ihre Weltraumflüge, einschließlich einiger ihrer Experimente, beigetragen. So, in gewisser Weise, ist es nicht verkehrt zu sagen, dass dieses Flugzeug auch Teil der Erfolgsgeschichte der „Blue Dot“-Mission ist.“

Parabelflüge wurden ursprünglich für das Schwerelosigkeitstraining von Astronauten initiiert. Heute werden sie hauptsächlich für wissenschaftliche Experimente in Schwerelosigkeit (Mikrogravitation) und zum Testen von Raumfahrttechnologien eingesetzt. Das DLR verwendet für seine Parabelflüge die A300 Zero-G. Auch die Europäische Weltraumorganisation ESA und die französische Raumfahrt-Agentur CNES nutzen die von der französischen Firma Novespace angebotene Fluggelegenheit. Die A300 Zero-G ist ein Flugzeug, das ausschließlich für Test- und Experimentalflüge genutzt wurde.

Pünktlich zum Ferienbeginn hat der Köln Bonn Airport seine Besucherterrasse renoviert und erweitert. Von einer neuen Aussichtsplattform oberhalb der Besucherterrasse im Terminal 1 haben Planespotter, Flugzeugfans und Familien mit Kindern einen freien Blick über das gesamte Areal des Flughafens. Auf dieser Ebene im 5. Obergeschoss gibt es keine störenden Sicherheitsscheiben, so dass Fotografen ungehindert Bilder machen können. Die Besucherterrasse ist jetzt rund 450 qm größer als vorher. Und für Daheimgebliebene bietet der Köln Bonn Airport mit den vier neuen Webcams von Zuhause oder Unterwegs einen hervorragenden Blick auf Vorfeld und Terminal 2.
+++ Auch an dieser Stelle ein „Herzliches Dankeschön“ an den FKB Gb M/V für diese beiden außerordentlich gut gelungenen Erweiterungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit +++

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